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18 (1851) Anna von Geierstein
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Der Vorschlag ist mir zu vortheilhaft, als daß ich ihnzurückiveisen sollte," sagte der Engländer,darf ich aber nachdem Zweck Eurer Reise fragen?"

Ich habe vorhin jenen Knaben gescholten," antworteteBiedermann,weil er unüberlegt und vor der ganzen Familievon Staatsangelegenheiten gesprochen; aber ich brauche unsereNachrichten und meine Sendung nicht vor einem achtungs-werthen Man», wie Ihr, zu verbergen; denn Ihr müßtetLoch beide bald aus dem öffentlichen Gerede erfahren. Ihrkennt ohne Zweifel den wechselseitigen Haß, der zwischenLudwig XI. von Frankreich und Karl von Burgund besteht,Len man den Kühnen nennt; und da Ihr diese Länder besuchthabt, wie ich aus Eurem Gespräch entnommen, jo seid Ihrwahrscheinlich wohl bekannt mit den verschiedenen Ursachendes Haders, welcher die Fürsten auch ohne ihren persönlichenHaß gegen einander zu unversöhnl chen Feinden macht Nunbietet Ludwig, der in der Welt an List und Schlauheit seinesGleichen sucht, allen seinen Einfluß auf, um durch großeGeldspenden an einige der Räthe unserer Nachbarn zu Bern,durch Geldlieferungen in die Schatzkammer dieses Staatesselbst, durch Vorhaltung des Köders reicher Jakrgehalte analte und durch - ufreizung heftiger junger Männer die Ber-ner in einen Krieg mit dem Herzog zu verwickeln. Karl sei-nerseits handelt, wie auch sonst häufig, gerade so, wie eSLudwig nur wünschen kann. Unsere Nachbarn und Bundes-genossen in Bern sind nicht, wie wir in den Waldkantonen,auf Viehzucht oder Ackerbau beschränkt, sondern treiben einenbeträchtlichen Handel, welchen der burgundische Herzog zuwiederholten Malen durch die Erpressungen und Gewaltthä-tigkeiten seiner Beamten in den Gränzstädten unterbrochenhat, wie Ihr wohl wissen werdet."

Anna v. Geierstein l.

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