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„Mit Eurer Erlaubniß, Herr, nicht also!" sagte derältere Fremde, „wir halten in England dafür, daß es, wennwir durch eine Art von Anstrengung erschöpft sind, die besteErbolung >ei, wenn wir uns zu einer andern Anstrengungwenden; so gibt z. B- einem, der vom Gehe» ermüdet ist,das Reiten mehr Erholung, als ein Flaumenbett Und darumwird mein Sohn die Uebungen Eurer Sohne mitmachen, wennes die jungen Leute erlauben wollen "
„Er wird rohe Schulkameraden an ihnen finden," ant-wortete der Schweizer, „aber es steht in Eurem Belieben."
Die jungen Leute gingen also auf den freien Grasplatzvor dem Hause. Anna von Geierstein und einige der weib-lichen Angehörigen des Hauses setzten sich auf eine Bank, umzu entscheide» wer seine Sälen am besten machen würde.Die beiden Alten, die im Saale zurückgeblieben, hörten baldnacbher Geschrei, lautes Gelächter und allen Lärm jugend-licher Gemüther, die mit männlichen Spielen beschäftigt find;der Herr des Hauses griff wieder zur Weinflasche, füllte denBecher seines Gastes und goß den Rest in seinen eigenen.
„In einem Alter, würdiger Fremdling," sagte er, „inwelchem das Blut kälter stießt und das Denken schwerer wird,bringt ein mäßiger Trunk Weins lichte Gedanken zurück undmacht die Glieder geschmeidig. Und doch mö.i te ich fast, daßNoah keine Trauben gepflanzt hätte, denn in den letzten Jah-ren habe ich mit eigenen 'Augen gesehen, daß meine Lands-leute, wie ächte Deutsche, sich in Wein betranken, bis sievollen Schweinen glichen, keiner Empfindung oder Bewegung,keines Gedankens mächtig."
„Das ist ein Laster," sagte der Engländer, „welches, wieich bemerkt, in Eurem Lande um sich greift, und vor einemJahrhundert völlig unbekannt war, wie ich gehört habe."