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wilden Reigen zu mischen, dem sein erhitzter Kopf die Ent-stehung gegeben hatte.
„Der Himmel sei mein Schutz!" seufzte der unglücklicheJüngling und schloß in der Hoffnung die Augen, er werdeseine allzu thäkige Einbildungskraft zur Ruhe bringen, wenner sich von den Schrecknissen seiner Lage abwende, „die Sinneverlassen mich!"
Er überzeugte sich noch mehr davon, daß dieö der Fall,als eine weibliche Stimme in sehr hohem, aber außerordentlichwohlklingendem Tone in geringer Entfernung sich hören ließ,wie wenn sie ihm zuriefe. Er öffnete abermals die Augen,erhob den Kopf und blickte vorwärts auf die Stelle, von wotue Töne auszngehen schienen, wenn er gleich nicht gewißwußte, ob sie etwas Wirkliches oder bloß von seiner zerrütte-ten Einbildungskraft erzeugt wären. Die Erscheinung, welcheer nun sah, hätte beinahe die Meinung in ihm befestigt, daßsein Geist wirklich leide und seine Sinne nicht im Standeseien, ihm ordentliche Dienste zu leisten.
Gerade ans dem Gipfel eines pyramidenförmigen Felsen,der sich aus des Thales Tiefe erhob, zeigte sich eine Franen-gestalk, doch so von Nebel umhüllt, daß man bloß die Umrisseverfolgen konnte. Die Gestalt trug eher die unbestimmtenZüge eines Geistes denn einer sterblichen Jungfrau; dennihre Person erschien so leicht und kaum weniger schattenhaft,als dis dünne Wolke, welche ihr Fußgestell umgab. Arthurglaubte zuerst, die heilige Jungfrau hätte sein Gelübde gehörtund sei selbst zu seiner Rettung herniedergestiegen. Ebenwollte er sein Ave Maria hersagen, als abermals der sonder-bare schrille Bcrgrnf zu ihm drang, mittelst dessen die Alpen-bewohner von einem Bergrücken zum andern und über Klüftevon großer Tiefe und Breite sich unterhalten können.