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sind, aus gewissen Umständen auf den nahen Tod des Fremdenschließen, oder wartete er, wie der Rabe oder die Aaskrähebei einem sterbenden Schaaf auf die beste Gelegenheit, seinräuberisches Mahl zu beginnen? War er bestimmt, seinenSchnabel und seine Klauen zu fühlen, ehe sein Herzblut zuschlagen aufhörte? Hatte er schon die Menschenwürde ver-loren, erweckte er nicht mehr die Ehrfurcht, welche ein nachdem Bilde seines Schöpfers geschaffenes Wesen allen niedri-geren Creaturen einflöst?
So peinliche Vorstellungen dienten mehr als alle Einge-bungen des Verstandes dazu, die Spannkraft in des jungenMannes Geist wieder einigermaßen zu beleben. Er schwangsein Sacktuch, ging aber bei seinen Bewegungen mit dergrößten Vorsicht zu Werke und so gelang es ihm, den Geieraus seiner Nähe zu verscheuchen. Er erhob sich unter rauhemund traurigem Geschrei von seinem Sitz und flog mit ausge-spannten Flügeln davon, um einen Ruheplatz zu suchen, derweniger Störungen ausgesetzt wäre. Der kühne Reisendefühlte ein lebhaftes Vergnügen darüber, daß er von seinerwiderlichen Gegenwart befreit war.
Mit mehr Besonnenheit bemühte sich nun der junge Mann,der von seinem Standpunkt aus einen theilweisen Ueberblicküber die Abplattung hatte, die er verlassen, seinem Vater vonseinem Wohlbefinden Nachricht zu geben und ließ zu diesemEnde, so hoch er konnte, die Fahne wehen, mit welcher erden Geier verjagt batte. Auch er hörte, aber in geringerEntfernung, den Schall des großen Sckweizerhorns, welchesnahe Hülfe ankündigte. Cr antwortete durch Rufen undSchwenken der Flagge, um den Beistand auf die Stelle hin-zulenken, an welcher er so sehr ersehnt wurde. Er sammelteseine Kräfte, welche ihn fast ganz verlassen hatten und suchte
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