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18 (1851) Anna von Geierstein
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okne die Furcht an den Tag zu lege», in welcher die Nähedes Mensche» gewöhnlich die wildesten Thiere erhält.

Als Arthur die lähmende Wirkung dieses panischenSchreckens abznschütteln versuchte und die Augen erhob, umallmählig und mit Vorsicht sich nmznsehen, begegnete er denBlicken des gefräßigen und abscheulichen Thieres, das sichdurch einen von Federn entblößten Kopf und Hals, durchschwarzgelb eingefaßte Augapfel und eine mehr borizontaleals aufrechte Stellung eben so sehr von der edleren Haltungund den schönen Verhältnissen des Adlers unterscheidet, alsder Löwe durch sein Aeußeres in der Reihe der Geschöpfeüber dem hagern, gefräßigen, gräßlichen und doch feigenWolf steht.

Wie durch Zauber gebannt blieben die Augen des jungenPlulipson auf diesem häßlichen Unglücksvogel haften, ohnedaß er sie abzuziehen vermochte Die Furcht vor Gefabren,wirklichen sowohl als eingebildeten, lastete auf seinem durchseine Lage beklommenen und entmuthigten Geist. Die Näheeines Geschöpfes, das dem Mensche» eben so verhaßt ist, alses selbst die Berührung mit ihm scheut, erschien ihm voneben so ungünstiger Vorbedeutung als ungewöhnlich. Wasblickte es ihn mit so starrem Ernst an, was reckte es seinewiderliche Gestalt, als wenn es eben über ihn herfallen wollte?War dieser garstige Vogel der böse Geist des Orts, auf densich sein Name bezog? Und war er jetzt gekommen, sich daranzu weiden, daß ein in seine Klüfte Eingedrungener sich inden Gefahren derselben verwickelt hatte und wenig Aussichtund Hoffnung auf Erlösung besaß? Oder war dieser Felsenseine Heimath und sah seine Klugheit voraus, daß der toll-kühne Wanderer bestimmt war, bald sein Opfer zu werden?Konnte das Geschöpf, dessen Sinne, wie man sagt, so scharf