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18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
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fleischlose Gerippe eines riesigen Ungeheuers, bildete die Wundeines furchtbare» Abgrunds- Dieser Letztere bot de» Anblickeines neuerlich gebildeten Steinbruchs und sah deshalb nochschauerlicher und rauher aus, weil er sich erst frisch gebildethakte und noch nicht von dem Pflanzenwuchs bedeckt wurde,mit welchem die Natur schnell die nackte Oberfläche selbst derfurchtbarsten Felsenspitze» und Abgründe überkleidet.

Außer diese» Wahrnehmungen, welche bewiesen, daß dieseUnterbrechung des Wegs erst neuerlich eingetreten sei, konnteArthur auf der anderen Seite des Flusses, mehr oben imThal, ein viereckiges Gebäude von bedeutender Höhe bemer-ke», das über die durch Felsen unterbrochenen Fichtenwälderhervorragte und mit den Ruinen eines gothischen ThurmsAehulichkeit hatte. Er zeigte dieses merkwürdige Gebäudedem Antonio und fragte ihn, ob er es kenne. Er vermuthetenämlich mit Recht, daß zufolge seiner eigenthümlichen Lageein Wahrzeichen sei, welches Keiner vergessen würde, der eseinmal gesehen. Der Bursche erkannte es auch freudig undschnell und rief fröhlich, der Ort sei der Geierstein, oder, wieer erläuterte, der Geierfelse». Cr sagte, er kenne ihn an demalte» Thurm sowohl, als an einer ungeheuer» Felsspitze, diesich in der Nähe davon fast in Gestalt eines Kirchthurms er-hob, und ans deren Gipfel der Lämmergeier (einer der größ-ten Raubvögel, die man kennt) in alten Tagen das Kindeines früheren Schloßherrn getragen habe. Er fuhr fort, vondem Gelübde zu erzählen, welches der Herr von GeiersteinUnserer lieben Frau von Einsiedeln gethan und während ernoch redete, verschwand Schloß, Felsen, Wald und Abgrundwieder im Nebel. Aber als er seine wundersame Erzählungmit dem Wunder beschloß, durch welches das Kind in dieArme seines Vaters zurückgeführt wurde, schrie er plötzlich: