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18 (1851) Anna von Geierstein
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nach einer Gnnst des Schicksals, was sie mit mehr Recht alsZeichen seines Mißfallens betrachten würden. Sieh jenenBerg an, der auf seinem borstigen Scheitel ein Diadem vonWolken trägt, die sich bald heben, balv senken. D>e Sonnebescheint sie, ist aber nickt im Stande, sie zu zerstreuen; einKind würde sie für eine Strahlenkrone ballen; ein Mannweiß, daß dies das Zeichen eines Sturmes ist."

Arthur folgte den Augen seines Vaters auf die dunkleund düstere Hohe des PilatuSberges.

Ist der Nebel auf jenem wilden Berge von so böserVorbedeutung?" fragte der junge Mann.

Frage den Antonio!" war des Vaters Antwort,erwird dir davon erzählen."

Der junge Kaufmann wandte sich an den Schwcizerbuben,der ihren Diener vorstellte, und verlangte von ihm den Na-men der finsteren Höhe zu wissen, welche in dieser Gegendder Leviathan der ungeheuren Gebirgsmassen zu sein schenit,die sich um Luzern zusammenziehen

Der Bursche bekreuzte sich andächtig, als er die Vvlkssageerzählte, daß der gottlose Statthalter von Judäa, PontiusPilatus, hier das Ende seines sündhaften Lebens gefunden;er habe sich nämlich, nachdem er Jahre lang in den Schluch-ten des Berges gelebt, der seinen Namen trägt, zuletzt mehraus Reue und Verzweiflung, als aus Buße, in den schreck-lichen See gestürzt, der den Gipfel des Gebirges einnimmt.Ob das Wasser sich weigerte, das Gesckäft des Henkers aneinem solchen Verworfenen zu verrichten, oder ob, nachdemder Körper ertrunken, sein gequälter Geist fortfakre, an derStelle, wo er den Selbstmord verübt, umzugchen, maßte sichAntonio nicht an zu entscheiden. Aber man erblickte, wie ersagte, oft eine Gestalt, die sich aus dem trüben Wasser er-