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18 (1851) Anna von Geierstein
Entstehung
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führten und mit cillem Uebenmith kleiner Tyrannen Zölleund Abgaben von jedem erhoben, der auf eine Meile weitihr Gebiet durchzog.

Mehre Stunden nach ihrem Aufbruch aus Luzern wan-delten unsere Reisenden sonder Unfall weiter. Die Straße,wenn gleich abschüssig und schwer zu begehen, ward anziehenddurch die herrlicken Naturerscheinungen, welche kein Land inso staunenswürdiger Weise darbietet, als die Schweizer Ge-birge. Da mischt sich die Felsschlucht, das grüne Thal, derbreite See und der rauschende Gießbach, die anderen Hohenso gut, als diesen zukvmmen, mit den prächtigen und furcht-baren Schrecknissen der Gletscher, die der Schweiz eigenthüm-lich sind.

Es war damals keine Zeit, in welcher die Schönheit oderGroßartigkeit einer Landschaft viel Eindruck auf die Gemülherderjenigen machte, die das Land durchreisten oder bewohnten.Den letzteren waren diese Gegenstände, obgleich sie gewürdigtwurden, vertraut und mit den täglichen Gewohnheiten undMühsalen vergesellschaftet, und die ersteren sahen vielleichtmehr Furchtbares als Schönes in der wilden Gegend, durchwelche sie zogen; sie waren eher besorgt, wohlbehalten in ihreNachtquartiere zu kommen, als Betrachtungen über die erha-benen Naturscenen anzustellen, die zwischen ihnen und ihremRastorte lagen. Dennoch konnten sich unsere Kaufleute beiFortsetzung ihrer Reise nicht dem mächtigen Eindruck deseigenkhümlichen Naturgemäldes um sie her entziehen. IhreStraße lag zur Seite des Sees hin; bald war sie eben undhart am Ufer des letzteren, bald stieg sie am Berg zu be-trächtlicher Höhe und wand sich am Rande von Abgründenhin, die so sct'roff und steil ins Wasser sich hinabsenkten, alsdie Mauer eines Schlosses in den Graben hinabsteigt, der sie