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18 (1851) Anna von Geierstein
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waren böslich und zuvorkommend, wie es ihr Gewerbe erfor-derte, aber die neuen Besucher schienen gleichgültig gegen denHandel oder wenigstens gegen so kärgliche» Gewinn, als imSchweizerlande gemacht werden konnte.

Die Neugier wurde ferner durch den Umstand erregt, daßdie Letzteren in einer Sprache mit einander redeten, die sicherweder deutsch, noch italienisch oder französisch war. In Bezugaut diese stellte jedoch ein alter Mann, der in der Herbergediente und einmal in Paris gewesen war, die Vermuthungans, es möchten das Engländer sein, von denen man in diese»Bergen bloß wußte, sie seien ein wildes Jnselvvlk, das mitden Franzosen lange Zeit Krieg geführt habe. Vor langenJahren sei eine bedeutende Anzahl derselben in die Waldkan-tone eingebrochen und habe im Nußwyler Thale eine Nieder-lage erlitten. Dessen erinnerten sich die grauhaarigen Män-ner von Luzern, denen die Erzählung davon durch ihre Väterüberliefert worden war.

Der Bursche, welcher die Fremden begleitete, war. wieman sich bald vergewisserte, ein Jüngling aus dem Bündtner-land und machte ihren Führer, so weit es seine Gebirgskennt-niß zuließ. Er sagte, sie haben im Sinne, nach Basel zugehen, es scheine aber, sie wünschen auf abgelegenen und we-nig besuchten Straßen zu reisen. Die eben erwähnten Um-stände verstärkten den allgemeinen Wunsch, mehr von denReisenden und ihrer Waare zu erfahren. Indessen wurdenicht ein einziger Ballen ausgemacht, die Reisenden verließenLuzern am nächsten Morgen, nahmen ihre mühsame Reisewieder ans und zogen durch die friedlichen Kantone der Schweizauf Umwegen und schlechten Straßen, um den E.Pressungenund Gewaltthätigkeiten der deutschen Raubritter zu entgehen,welche, wie manche Fürsten, nach eigenem Gelüste Krieg