5
riger, je beschränktere Mittel sie besaßen, etwas zu erfahren.Sie bemerkten auch, daß die Kanfleuie unter dem Vorlebenvon Eile es ablehnten, ihre Ballen zu öffnen oder mit denLuzernern in einen Handel sich einzulaffen, und als Entschul-digung dafür anführten, sie hätten keine für den Markt pas-sende Gegenstände. Die Frauenzimmer in der Stadt warenam meisten beleidigt durch die Zurückbalkung der reisendenKausteute, weil solche zu verstehen gaben, die Maaren, mitdenen sie handelten, seien zu kostbar, um bei den helvetischenBergbewohnern Abnehmer zu finden. Es hatte durch ihrenDiener verlautet, die Fremden haben Venedig besucht unddort viele Aufkäufe von reichen Gegenständen gemacht, welcheaus Indien und Aegypten nach diesem berühmten Handels-platz, dem gewöhnlichen Markt des Abendlandes gebracht undvon da in alle Gegenden Europas verbreitet wurden Nunhatten die Schweizermädchen kürzlich die Entdeckung gemacht,Laß Putzsachen und Edelsteine lieblich anznscbauen seien undwenn sie anch keine Hoffnung hatten, solchen Schmuck selbstsich verschaffen zu können, so fühlten sie dock, das natürlicheVerlangen, die reichen Vorräthe der Kausteute zu besehen undzu betasten und einiges Mißvergnügen darüber, daß sie daranverhindert waren.
Man nahm auch wahr, daß die Reisenden, obgleich artiggenug in ihrem Betragen, doch nickt die eifrige Bemühungzu gefallen zeigten, welche die reisenden Hausirer und dieKaufleute aus der Lombardei oder Savoyen an den Taglegten, von denen die Bewohner der Gebirge dann und wannbesucht wurden und die in den letzten Jahren häufigere Rund-gänge machten, seitdem die Siegesbeute dem Schweizer eini-gen Reickkhum verschafft und manchen von ibnen neue Be-dürfnisse kennen gelehrt hatte. Diese herumzichenden Händler