Druckschrift 
11 (1851) Die Schwärmer
Entstehung
Seite
168
Einzelbild herunterladen
 

168

sonstigen Geschäften ausreiten; das sagte ich auch Seiner ge-heiligten Majestät, als sie zu Tillietudlem das Frühstück cin-nahm, im Jahre der Gnade 16Z1, und Seine geheiligte Ma-jestät geruhte zu erwiedern, indem sie meine Gesundheit beieinem Becher Rheinwein ansbrachte:Lady Margaretha, Ihrsprecht wie ein hochländisches Orakel." Dies waren SeinerMajestät eigene Worten Mylord mag daher benrtheilen, obich nicht eine gute Autorität für mich habe, junge Leute zuermahnen, sich's schmecken zu lassen."

Man kann sich leicht denken, daß manches Wort der gu-ten Lady Lord Evandale's Ohr nicht erreichte, welches ebenEditba's leichten Tritt vernahm. Seine Zerstreuung in die-sem Augenblicke, so natürlich sie auch war, kam ihm theuerzu stehen. Während die alte Lady die gütige Wirthin spielte,eine Rolle, in der sie cxeellirte, ward sie von John Gudyillunterbrochen, der in der Weife, in welcher ein Niederer derHausfrau gemeldet zu werden pflegt, sagte:Es wolle Je-mand mit Ihrer Herrlichkeit sprechen."

Jemand! Was für ein Jemand? Hat er denn keinenNamen? Ihr sprecht, als ob ich einen Kramladen hätte undauf jeden Pfiff kommen müßte."

Ja, er hat einen Namen," sagte John;aber EureHerrlichkeit hört ihn nicht gern."

Wie heißt er denn, Narr?"

Es ist der Kälber-Gibbie, Mylady, der Edie HenshawsKühe hütet, dort unten an der Brücke, der Nämliche, derfrüher Gänse-Gibbie hieß zu Tillietudlem, und zur Wappen-schau ging und"

Schweigt, John; Ihr seid unverschämt, daß Ihr glaubt,ich würde mit solchen Mensche» sprechen. Er soll sein Ge-schäft Euch oder der Frau Headrigg sagen."