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„Kommt Ihr aus fremden Ländern?" fragte Ailie; „dannhabt Ihr wohl Etwas von einem jungen Edelmanne vonhier, von einem Heinrich Morton, gehört?"
„Ich habe von einem Manne dieses Namens in Deutsch-land gehört," sagte Morton.
„Nun, so wartet ein wenig, wo Ihr da steht, Freund,
— oder geht rund um's Haus, da ist eine kleine Thür, dieklinkt Ihr auf: fallt aber nicht übcr's Faß, es ist dunkel;dann geht rechts, dann geradaus; dann geht wieder rechts;stürzt aber nicht in de» Keller, und dann seid Ihr an derKüche, — das ist die einzige Küche, die jetzt zn Milnwood ist.
— Ich komme gleich zu Euch hinab, und was Ihr der FrauWilson zn sagen habt, das könnt Ihr getrost mir sagen."
Ein Fremder würde trotz der genauen Anweisung Ailie'seinige Schwierigkeiten gehabt haben, sich mit heiler Haut indem Labyrinth von dunkeln Gängen dnrchznsteuern, die vonder Hinterthüre in die kleine Küche führten; aber Heinrichwar zu wohl mit der Schifffahrt in diesen Meerengen ver-traut, um in die Scylla, welche in der Gestalt eines großenFasses auf ihn lauerte, oder in die Charybdis zu stürzen,welche auf der andern Seite in der Tiefe einer gewundenenKellertreppe ihn angähnte. Das einzige Hinderniß auf die-sem Wege war das heftige Gebell eines Wachtelhundes, derihm früher zngehört hatte, jetzt aber, unähnlich dem treuenArgus, seinen Herrn von den Irrfahrten ohne Zeichen derWiedcrerkennung zurückkehren sah.
„Auch die kleinen Hunde!" sagte Morton, als er sich vonseinem kleinen Liebling so verläugnet sah; „ich bin so verän-dert, daß kein lebendes Wesen, das ich kannte und lievte,mich wieder erkennen will."
Jetzt hatte er die Küche erreicht, und bald ließen sich Ali-