sons hohe Absätze und ihr Krückenstock vernehmen, eine An-meldung, welche noch lange währte, ehe sie selbst die Kücheerreichte. Als sie endlich eintrat, zeigten das wichtige Nickenmit dem Kopfe, — die Züge, in welchen eine zur Gewohnheitgewordene Verdrüßlichkeit mit einem von Natur gutmüthigenTemperament sich bezwistcte, — die Haube, die Schürze, derblaugewürfelte Rock, ganz die alte Ailie; nur die gestickteFlügelhaube, die sie eilig angelegt hatte, um den Fremden zuempfangen, und anderer Pntzkram bezeichnete den Unterschiedzwischen Frau Wilson von Milnwood und der Haushälterindes verstorbenen Eigenthümers.
„Was wäre Euch gefällig von Frau Wilson, Herr? — ichbin Frau Wilson."
Morton war durch die Erinnerungen an die Vergangen-heit und die Betrachtung über die Gegenwart so verwirrt,daß er schwerlich hätte antworten können, selbst wenn er ge-wußt hätte, was er sagen sollte; da er aber noch gar nichtentschlossen war, welche Rolle er spielen wollte, hatte er nocheinen Grund mehr zu schweigen. Frau Wilson wiederholtein ängstlicher Verlegenheit ihre Frage.
„Was wollt Ihr von mir, Sir? Ihr sagtet ja, daß IhrHerrn Heinrich Morton kenntet?"
„Verzeiht, Madame; ich meinte einen gewissen SilasMorton."
Die Züge der Alten veränderten sich.
„Seinen Vater habt Ihr gekannt, den Bruder des seligenMilnwood? — Den könnt Ihr in der Fremde nicht gekannthaben; — der kam heim, ehe Ihr geboren wurdet. Ich glaub-te, Ihr hättet mir Nachricht von Herrn Heinrich gebracht."
„Von meinem Vater lernte ich den Obersten Morton ken-nen," sagte Heinrich; „von dem Sohne weiß ich wenig oder