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ren, um wo möglich zu erfahren, welche Fortschritte LordEvandale in der Zuneigung des Fräuleins Bellenden, ach!nicht mehr seiner Edith«, gemacht hatte. Diese Uebereilungendete, wie bereits erzählt, und er verließ Fairy-Knvwe mitdem Bewußtsein, daß er von Edith« noch immer geliebt, aberdurch Treue und Ehre gezwungen sei, ihr auf ewig zu ent-sagen. Was er bei dem Gespräche zwischen Evandale undEditha empfunden, sei keiner Feder vertraut. Hundertmalwar er versucht zu rufen: „Editha, ich lebe noch!" — Dochdas Bewußtsein, was Editha dem Lord schuldig war, hieltihn von einer Unbesonnenheit zurück, die Allen Unheil, ihmselbst aber wenig Glück verursacht haben würde. Er unter-drückte daher alle selbstsüchtigen Regungen, obgleich mit einemSchmerze, der ihm jeden Nerv erschütterte.
„Nein, Editha!" schwur er in seinem Innern, „nie willich Dornen unter Dein Kiffen legen. — Gottes Wille ge-schehe; mein selbstsüchtiger Wunsch soll die Bürde, die Du zutragen hast, auch nicht um ein Atom vermehren; — ich wartvdt für Dich, als Dein Entschluß gefaßt wurde — und nie-mals sollst Du erfahren, daß Heinrich Morton noch lebe!Während er diesen Entschluß faßte, mißtraute er seiner eige-nen Kraft, ihn zu behaupten, und suchte in der Flucht jeneFestigkeit, welche jeden Augenblick durch Edithcns Stimmeerschüttert wurde; schnell eilte er daher aus seinem Gemachdurch das kleine Kloset und die Glasthüre, welche nach demGarten führte.
So fest er aber auch seinen Entschluß glaubte, doch konnteer die Stelle nicht verlassen, wo die letzten Töne der gelieb-ten Stimme noch in seinem Ohre klangen, ohne einen Blickauf die holde Sprecherin zu werfen. Editha schien ihre Au-gen auf den Boden geheftet zu haben und entdeckte Mortons