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11 (1851) Die Schwärmer
Entstehung
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seinem Kummer Raum gibt. In einem solchen Paroxysmusverließ der unglückliche Morton Fairy-Knowe. Seine innigstund stets geliebte Edith«, die sein Herz seit so vielen Jahrenerfüllt hatte, im Begriff zu sehen, sich mit seinem frühernNebenbuhler zu vermählen, welcher durch so viele Dienstlei-stungen Ansprüche auf ihr Herz hatte, daß sie kaum berechtigtwar, seine Bewerbungen zurückzuweisen: diese Nachricht, sobitter sie auch war, traf ihn dennoch nicht ganz unerwartet.

Während seines Aufenthalts im Auslande hatte er nur einMal geschrieben; er wollte ihr auf immer Lebewohl sagenund sie beschwören, ihn zu vergessen. Er hatte sie gebeten,seinen Brief nicht zu beantworten; doch hatte er halb gehofft,sie würde seine Ermahnung nicht befolgen. Der Brief kamnie in ihre Hände, und Morton, der dies nicht wußte, konntebloß vermuthen, daß er, seiner Bitte gemäß, vergessen wor-den sei. Durch Alles, was er seit seiner Rückkehr nach Schott-land von ihrem gegenseitigen Verhältniß hörte, ward er vor-bereitet, Fräulein Bellenden nur als Lord Evandale's Ver-lobte betrachten zu können, und daß es sich, selbst wenn siegegen den Lord ihrer Verbindlichkeit ledig war, doch nicht mitseinem eigenen Edelmuth vertragen würde, einen Anspruchgeltend zu machen, der durch seine lange Abwesenheit verjährtund durch tausend Schwierigkeiten behindert ward. Warumsuchte er aber die ärmliche Wohnung auf, die jetzt der Zu-fluchtsort der Lady Margaretha und ihres Enkels war? Wirantworten, daß er hierin nur einem unfreiwilligen Wunschenachgab, den wohl Mancher in seiner Lage gehegt haben würde.

Auf seiner Reise nach der Heimath erfuhr er durch Zufall,daß die Damen, an deren Wohnung er vorüber mußte, ab-wesend; und daß Cuddie und sein Weib in ihren Dienstenseien; er konnte daher nicht umhin, in ihrer Hütte einznkeh-

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