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11 (1851) Die Schwärmer
Entstehung
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ten sei. Das Geheimniß blieb also in der Familie; und nachJenny's Absicht sollte es auch darin bleiben.

Denn," dachte sie,wenn auch die Lady und Hallidayden Herrn Morton am Hellen Tage erkannt hätten, so istdies ja doch kein Grund, daß wir ihn auch in der Dämmerungund beim Kerzenlicht hätten erkennen sollen, besonders da ersein Gesicht vor Cuddie und mir zn verbergen suchte."

Daher beharrte sie ans ihrem Läugnen, als Lord Evandalesie befragte. Halliday aber konnte blos aussagen, als er andie Gartenthiire gelangt, sei ihm schnell die Erscheinung ent-gegen getreten, mit einem Antlitz, auf welchem Zorn und Kum-mer sich zu streiten schienen. Er kenne ihn recht gut, sagteer, da er ihn mehrmals bewacht und sein Signalement habeanfschreiben muffen, und es gebe wenig Gesichter, wie dasdes Herrn Morton. Warum er aber in einem Lande spucke,wo er weder gehängt noch erschossen worden, das könne er,besagter Halliday, nicht begreifen.

Lady Emilie gestand, sie habe wohl das Gesicht einesMannes am Fenster gesehen, könne aber nichts mehr darübersagen. John Gudyill wußte gar nichts. Er hatte gerade,als die Erscheinung kam, den Garten verlassen, um ein Schnäps-chen zu sich zu nehmen. Lady Emiliens Diener war in derKüche, und sonst befand sich kein anderes Wesen auf einerBiertelmeile in der Runde.

Bestürzt und höchst unbefriedigt kehrte Evandale zurück,da er einen Plan, den er ebensowohl zum Schutze Edithasals für sein eigenes Glück nothwendig erachtete, plötzlich ohnevernünftige Ursache zerstört sah. Er kannte Editha zu gut,um zu argwöhnen, daß sie durch eine erdichtete Vision launen-haft ihr Wort brechen sollte. Er würde jedoch die Erschei-nung einer überspannten Einbildungskraft zugeschrieben haben,