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11 (1851) Die Schwärmer
Entstehung
Seite
110
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IIO

sah, daß flc nichts weniger als einen Betrug beabsichtige;und was auch ihre Einbildungskraft aufgeregt haben mochte,fle war wirklich von einem Schrecken erfaßt. Mit sanfteremTone bestrebte er sich nun sic zu beruhigen und die Ursacheihres Zustandes von ihr zu erforschen.

»Ich sah ihn!" wiederholte sie.Ich sah Heinrich Mor-ton an jenem Fenster stehen und in demselben Augenblicke in'sZimmer blicken, als ich ihm auf ewig entsagen wollte. Blei-cher und hagerer war sein Antlitz. Er trug einen Rciterman-tel und einen Hut, der ihm in's Gesicht herabhing; er sah auswie an jenem Morgen, wo er zu Tillietudlem von Clavcrhouseverhört wurde. Fragt nur Eure Schwester, ob sie ihn nichteben so gut gesehen hat, als ich. Ich weiß, was ihn ausdem Grabe gerufen, er kam, mich zu tadeln, daß ich meineHand einem Andern geben wollte, während mein Herz bei ihmwar, in dem tiefen, tiefen Meer. Mylord, es ist aus zwischen Euchund mir; wie es auch endet, Diejenige kann keine Verbindungmit Euch schließen, welche damit die Ruhe der Tvdtcn stört."

Gerechter Gott!" rief Evandale, indem er vor Erstaunenund Schmerz halb wahnsinnig im Zimmer auf und ab ging,so muß ihr herrlicher Geist zerrüttet werden durch ihr Be-streben, meine unzeitige, obgleich wohlwollende Bitte zu er-füllen. Ohne Ruhe und sorgsame Pflege ist ihre Gesundheitauf ewig hin."

In diesem Augenblicke öffnete sich die Thüre, und Halliday,Lord Evandales erster Bediente, seit Beide beim Ausbruch derRevolution aus der Garde getreten, stolperte herein mit einemso geistcrbleichen Antlitz, als cs der Schrecken selbst nur malenkann.

Was gibt's, Halliday?" rief sein Herr aufspringend.Eine Entdeckung des-"