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11 (1851) Die Schwärmer
Entstehung
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merksamkcit der Regierung auf ihn gelenkt hätte, da manirgend einen gefährlichen Plan vcrmuthct haben wurde. Nachder Erläuterung dieser Gründe und Anordnungen entfernte ersich schnell und ohne eine Antwort abzuwarten, um seineSchwester zu ersuchen, so lange bei der Braut zu bleiben,bis er die nothwendigen Personen herbeigebracht habe.

Lady Emilie fand ihre Freundin in heißen Zähren, derenGrund sie sich kaum erklären konnte, da sic zu den Mädchengehörte, welche in einer Heirath weder etwas Wunderbaresnoch Schreckliches erblicken, und wie die Meisten, die ihrenBruder kannten, behauptete sie, es sei gar nicht so furchtbar,wenn Lord Evandale der Bräutigam sei. Diesen Ansichtenzufolge erschöpfte sic sich in den bei solchen Gelegenheiten ge-wöhnlichen Ermuthigungsgründen und Aeußeruugen des Mit-gefühls. Als aber Lady Emilie ihre zukünftige Schwägeringegen diese hergebrachten Trvstgründe taub sah, als siebemerkte, wie die Thränen über die marmorbleichen Wangenflössen, als sie fühlte, daß die Hand, welche in der ihrigenruhte, leichenkalt war und ihre Liebkosungen weder fühlte nochcrwiederte: da wich ihre Sympathie dem gekränkten Stolze.

Ich mnß gestehen, Fräulein Bellenden," sagte sie,daßich mir dies Alles nicht zu erklären weiß. Monate sind ent-schwunden, seit Ihr eingewilligt, meinen Bruder zu heirathen.und immer habt Ihr die Erfüllung Eures Versprechens voneiner Zeit zur andern aufgeschoben, als wolltet Ihr einer ent-ehrenden und höchst unangenehmen Verbindung ausweichen.Ich glaube für Lord Evandale stehen zu können, daß er keineFrau gegen ihren Willen besitzen will, und obgleich seine Schwe-ster, kann ich doch kühn behaupten, daß er eine Dame nichtweiter zu drängen braucht, als ihre eigene Neigung sie führt.Verzeiht, Eure jetzige Trauer ist eine schlimme Vorbedeutung