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11 (1851) Die Schwärmer
Entstehung
Seite
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verholt wurde. Fräulein Bellenden crschrack und konnte sichkaum fassen, als Lord Eoandale versicherte, daß sie nur dasEcho ihres eigenen Athemznges gehört habe.

Und cs klang doch so deutlich und ahnungsvoll," sagtesie;aber meine Empfindung ist so gereizt, daß sie von dergeringsten Kleinigkeit erschüttert wird."

Lord Eoandale bemühte sich eifrig, ihre Unruhe zu beschwich-tigen, und sie mit einer Maßregel zn versöhnen, die, obgleichvoreilig, ihm doch das einzige Mittel schien, ihre Unabhängig-keit zu sichern. Er unterstützte seine Ansprüche, indem er sichauf den Ehekontrakt berief, auf ihrer Großmutter Wunsch undBefehl, ans die Zusicherung ihrer Unabhängigkeit, und be-rührte nur leise seine lange Zuneigung, die er durch so vieleund mannigfaltige Dienste bewiesen. Diese fühlte Edith« umso mehr, je weniger er sie geltend machte, und da sie endlichseinem Dringen nichts entgegensetzen konnte, als einen unbe-gründeten Widerwillen, dessen sie sich bei solcher Großmnthschämen mußte, beharrte sie ans der Unmöglichkeit, so schnell,zu solcher Zeit und an einem solchem Orte die heilige Hand-lung stattfinden zu lassen.

Aber darauf war Lord Eoandale vorbereitet und mit freu-diger Hast sagte er ihr, daß der ehemalige Kaplan seines Re-giments nebst einem treuen Diener, der früher Unteroffizierin demselben Corps gewesen, anwesend seien, daß seine Schwe-ster ebenfalls um das Geheimniß wisse, und daß auch Head-rigg und seine Frau als Zeugen dienen könnten, wenn csFräulein Bellenden angenehm sei.

Was den Ort betrifft, so hatte er diesen absichtlich gewählt.Die Ehe sollte ein Geheimniß bleiben; denn Lord Eoandalewollte bald nach der Feier verkleidet abreisen, welche, wennihre Vermählung öffentlich vollzogen worden wäre, die Auf-