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11 (1851) Die Schwärmer
Entstehung
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sel öffnete; dann steckte sie ein Licht an, stellte es auf einenkleinen Arbeitstisch und bat ihn, einige Minuten hier zu ver-weilen, um sein Schlafgemach in Ordnung zu bringen. Alssie nach einigen Minuten znrückkehrte, sah sic mit Schrecken,daß der Fremde mit dem Kopfe vorwärts auf den Tisch gesun-ken war, was sie einer Ohnmacht znschrieb. Als sie sich abernäherte, ward es ihr durch das abgebrochene Schluchzen desFremden klar, daß dieser von einem bittern Seelenschmcrz er-griffen war- Vorsichtig zog sie sich ein wenig zurück, bis er seinHaupt erhob, dann trat sie näher, ohne ihn merken zu lassen,daß sie seine Gemüthsbewegung wahrgenommen, und sagte ihm,sein Bett sei jetzt fertig. Der Fremde starrte sie einen Augen-blick an, als suche er den Sinn ihrer Worte zu errathen; siewiederholte sie, und er gab ihr durch eine leise Bewegung desKopses zu erkennen, daß er sie verstanden habe. Er trat in'sGemach, dessen Thüre sie ihm bezeichnet. Es war ein kleinesSchlafzimmer, dessen sich, wie sie sagte, Lord Evandale bediente,wenn er nach Fairy-Knowe kam-, auf einer Seite grenzte esan ein kleines, mit Porzellan verziertes Zimmerchen, dessenThüre in den Garten führte, auf der andern an einen Saal,von dem es nur durch eine dünne Holzwand getrennt war.Als Jenny dem Fremden gute Besserung und angenehme Ruhegewünscht, ging sic schnell in ihre eigene Wohnung.

Ach, Cuddie," rief sic bei ihrer Rückkehr ihrem Gattenzu;ich glaube, wir sind verloren!"

Was gibt's denn?" erwiederte Cuddie ruhig; denn er ge-hörte zu den Leuten, die nicht leicht aus der Fassung kommen.

Wer denkst Du, daß der Herr ist? O hättest Du ihnnie gebeten, abzustcigen!" seufzte Jenny.

Aber wer zum Teufel ist's denn? 's gibt jetzt kein Gesetzmehr, daß man Niemand beherbergen und mit Niemand ver-