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11 (1851) Die Schwärmer
Entstehung
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Mortons Ideen zu verwirren, wenn dieser es versnchte, denCharakter des Andern richtig zu beurthcilen. Die feinen Sit-ten und das gewandte Benehmen des Generals, seine ritter-lichen Ansichten von militärischer Hingebung, seine tiefe, gründ-liche Menschenkenntniß erregten die Bewunderung und denBeifall Aller, welche mit ihm verkehrten, während seine kalteGleichgültigkeit gegen militärische Gewaltthat und Grausam-keit doch ganz unvereinbar schien mit seinen geselligen undselbst bewunderungswürdigen Eigenschaften. Morton konntenicht umhin, ihn im Stillen mit Balfour von Burley zu ver-gleichen, und dieser Vergleich drang sich ihm so sehr auf, daßer ein paar Worte darüber fallen ließ, als sie in einiger Ent-fernung von den Soldaten nebeneinander ritten.

Ihr habt Recht," sagte Claverhouse lächelnd;Ihr habtwirklich Recht wir sind Beide Fanatiker. Aber man mußdoch den Fanatismus der Ehre und den eines finstern, alber-nen Aberglaubens genau unterscheiden."

Aber Ihr Beide vergießt Blut ohne Schonung und Ge-wissensbisse," sagte Morton, der seine Gefühle nicht unter-drücken konnte.

Allerdings," sagte Claverhouse mit derselben Fassung;aber von welcher Art? Es ist doch wohl ein Unterschied zwi-schen dem Blute gelehrter, ehrwürdiger Priester, tapferer Sol-daten und Edelleute, und dem rothen Safte in den Adernpsalmsingender Handwerker, hirnverbrannter Demagogen undeinfältiger Bauern kurz, ein Unterschied zwischen Dem,der eine Flasche edeln Weines, und Dem, der einen Krugschwerfälligen Bieres leert?"

Diese Unterscheidung ist mir zu fein," erwiederte Morton.Gott weckt jeden Lebensfunken, den des Bauers sowohl,wie den des Fürsten, und wer das Werk des Schöpfers ohne