Sechstes Kapitel.
— Bereitet die Klage, die Anwalt' zur Hand,
Die Richter am Tische — war furchtbar z» schau'n.
Die Bettleroper.
So tief war der Schlaf, der auf Unruhe und Gemüths-bewegung des vorigen Tages folgte, daß Morton kaum wußte,wo er sich befand, als er durch Pferdegestampf, durch Trom-petenklang und rauhe Menschenstimmen erwachte. Bald daraufkam der Seregant-Major, um ihn abzurufen. Dies that eraber auf eine achtungsvolle Weise, indem er sagte: der Ge-neral — denn Claverhouse war es jetzt — hoffte das Ver-gnügen seiner Gesellschaft auf der Rdise zu genießen. ESgibt Lagen, in denen eine Andeutung Befehl ist, und als ei-nen solchen betrachtete Morton diese Einladung. Möglichstschnell machte er Claverhouse seine Aufwartung, fand dessenPferd für sich gesattelt und Cuddie zu seiner Bedienung bereit.
Obgleich nun Herr und Diener eher zu den Truppen, alszu den Gefangenen zu gehören schienen, so waren doch Beideihrer Feuerwaffen beraubt; Morton aber hatte man seinSchwert gelassen, das zu jener Zeit das ausschließende Ab-zeichen eines Edelmannes war. Claverhouse schien mit Ver-gnügen an seiner Seite zu reiten, mit ihm zu sprechen und