richtete. Durch diese Nachricht ward Burley, statt besänftigtzu werden, nur wiithender.
„Ich habe gewacht," sagte er; — „ich habe gefachten; —ich habe Pläne entworfen; — ich habe geacbeitet, die Veste zugewinnen; ich habe es verschmäht, wichtigere Unternehmungenzu leiten; — ich habe ihre Ausgänge versperrt, die Quellenabgeschnitten und den Stab des Brodes zerbrochen in ihrenMauern, und als die Männer im Begriff waren, sich zu beu-gen unter mir, auf daß ihre Söhne Sklaven und ihre Töchterein Spott würden für unser ganzes Lager: da kommt dieserunbärtige Knabe und wagt es, seine Sichel an die Aernte zulegen und dem Sieger die Beute zu entreißen! Gewiß, derArbeiter ist seines Lohnes werth, und die Stadt sammt denGefangenen sollte dem übergeben werden, der sie gewinnt."
„Nun," sagte Macbriar, erstaunt über Burleys Heftigkeit,„ereifere Dich nicht so sehr über den Gottlosen. Der Himmelwird seine eigenen Werkzeuge gebrauchen, und wer weiß, obnicht dieser Jüngling-"
„Still, still!" rief Burley. „Sprich nicht gegen Deineeigene bessere Ueberzeugung. Du warst es, der mich zuerst vordiesem übertünchten Grabe warnte — vor diesem glänzendenKupfer, das ich für Gold hielt. Es steht schlimm selbst umdie Auserwählten, wenn sie die Führung solcher gottseligen Hir-ten, wie Du bist, vernachläßigen. Aber unsere fleischlichen Be-gierden verführen uns, — der Vater dieses undankbaren Kna-ben war mein alter Freund- Man muß so eifrig sein imKampf wie Du, Ephraim Macbriar, wenn man die Kettenund Bande der Menschheit ganz von sich abschütteln will."
Dieses Compliment traf die schwache Seite des Predigers,und Burley glaubte daher, es werde ihm nicht schwer werden,diesen Mann für seine Absichten zu gewinnen, besonders da