gekommen, und Pauker, obgleich schwerfällig auf Reisen, konntejeden Augenblick erwartet werden. Burley schickte hieraufeinen Boten in Mortons Quartier und ließ diesen sogleich zurRathsversammlung berufen. Der Bote kehrte mit der Nach-richt zurück, daß Jener das Dorf verlassen habe. Jetzt wurdePfundtext entboten, der aber, wie er selbst sagte, in der Mei-nung, mit zänkischen Leuten lasse sich nicht gut verkehren, sichin sein stilles Wohnhaus zurückgezogen hatte; denn ungeachteter den ganzen vorhergehenden Tag zu Pferde gewesen, hatteer doch lieber einen nächtlichen Ritt gemacht, als sich diesenMorgen in einen Streit mit Burley einzulasscn, dessen Wild-heit ihn erschreckte, wenn ihn nicht Mortons Festigkeit unter-stützte- Jetzt erkundigte sich Burley nach Lord Evandale, undunbeschreiblich war seine Wuth, als er erfuhr, dieser sei inder Nacht von einer Abtheilung Milnwooder unter HeinrichMortons unmittelbarem Befehle wcggeführt worden.
„Der Elende!" rief Burley, gegen Macbriar sich wendend;„der gemeine, feigherzige Verräther! Um sich bei der Regierungwieder einzuschmeicheln, hat er den Gefangenen in Freiheitgesetzt, den ich mit meiner eigenen rechten Hand errungen,und durch den die starke Veste, die uns schon so viel Müheverursacht, gewiß in unsere Hände gekommen wäre."
„Aber ist sic nicht in unfern Händen?" fragte Macbriar,nach den Zinnen des Schlosses blickend; „find das nicht dieFahnen des Covenants, die auf den Mauern wehen?"
„Eine Kriegslist, — ein bloßer Kniff!" sagte Burley; »einSchimpf über unser Mißgeschick, uns noch mehr zu kränkenund zu beleidigen."
Jetzt ward er durch die Ankunft eines Mannes aus Mor-tons Gefolge unterbrochen, der ihm die Räumung des Platzesund dessen Besetzung durch die Truppen der Insurgenten be-