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Verdienste eines Mannes verschwiege, der zwei Mal meinLeben gerettet."
„Ich habe gern eine gute Meinung von Heinrich Morton,Mylord," erwiederte Major Bellenden, „und ich gestehe, erhat sich gegen Eure Herrlichkeit schön benommen; aber ichkann nicht so nachsichtig sein, wie Ihr, was sein gegenwärti-ges Treiben betrifft."
„Ihr müßt erwägen," entgegncte Lord Evandale, „daß ergewissermaßen dazu gezwungen worden ist, und ich muß ge-stehen, obgleich seine Grundsätze einigermaßen von den mei-nigen abweichen, so sind sie doch der Art, daß sie Achtungverdienen. Clavcrhouse, dem doch eine tiefe Mcnschenkeunt-nißkdurchaus nicht abzusprechcn ist, hat seine ungewöhnlichenEigenschaften richtig ermessen, über seine Grundsätze aber mitherbem Vorurthcil abgesprochen."
„Ihr habt nicht viel Zeit gebraucht, seine außerordentlichenEigenschaften kennen zu lernen, Mylord," antwortete der Ma-jor. „Ich, der ich ihn von seiner Kindheit an kenne, konntevor dieser Sache viel von seinen guten Grundsätzen und Ge-sinnungen sagen; aber von seinen hohen Talenten-"
„Diese sind wahrscheinlich verborgen gewesen, Major, so-gar ihm selber, bis die Umstände sie hervorriefen; und wennich sie entdeckte, so lag es darin, weil unsere Unterredunghöchst wichtige Gegenstände betraf. Jetzt bemüht er sich demAufstande ein Ende zu machen, und die Bedingungen, die ervorschlug, sind so gemäßigt, daß es ihnen an meiner herzli-chen Empfehlung nicht mangeln soll."
„Und hofft Ihr wirklich auf das Gelingen eines so um-fassenden Unternehmens?" fragte Lady Margaretha.
„Ich würde hoffen, wäre jeder Whig so gemäßigt wieHeinrich Morton, und jeder Royalist so uneigennützig wie