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selben Morgen, als Claverhousc kam, gefangen nach Tillie-tudlcm gebracht wurde?"
Jenny, die hoch erfreut war, daß die Frage nicht ihreeigenen kleinen Angelegenheiten betraf, blickte auf ihre jungeGebieterin, um wo möglich einen Wink zn erhalten, ob sic dieWahrheit sagen solle, oder nicht. Da sie aber keinen solchenerhaschen konnte, so folgte sie ihrem Zofeninstinkt und log.
„Ich glaube nicht, daß es derselbe war, Mylady," sagteJenny so zuversichtlich, als ob sie ihren Catechismus her-sagte; „der war ja ein kleiner, schwarzer Mann."
„Du mußt blind gewesen sein, Jenny," sagte der Major,„Heinrich Morton ist groß und blond, und er ist es gewesen."
„Ich hatte andere Dinge zu thun, als nach ihm zu sehen,"sagte Jenny und warf den Kopf auf; „meinetwegen mag erso blond sein wie ein Pfennigkerzchen."
„Haben wir nicht von Glück zu sagen, daß wir den Hän-den eines so blutdürstigen, verzweifelten Fanatikers entgan-gen sind?" sagte Lady Margaretha.
„Ihr irrt Euch, Madame," sagte Lord Evandale; „einensolchen Namen verdient Herr Morton durchaus nicht, von unsaber am wenigsten. Daß ich am Leben bin und daß IhrEuch jetzt zu Euer» Freunden zurückziehen könnt, statt dieGefangenen eines wirklich fanatischen Mörders zu sein, ver-danken wir einzig und allein der schnellen und energischenMenschenliebe dieses jungen Mannes."
Hierauf erzählte er alle Ereignisse, mit denen der Leserbereits bekannt ist, und verbreitete sich über Mortons Ver-dienste und die Gefahren, denen er sich durch die wichtigenDienstleistungen aussetzte, als rede er von einem Bruder undnicht von einem Nebenbuhler.
„Ich wäre mehr als undankbar," sagte er, „wenn ich die