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11 (1851) Die Schwärmer
Entstehung
Seite
170
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Miß Bellenden," erwiederte Heinrich Morton, indem erden Kopf erhob und mit seiner natürlichen Stimme sprach;der Mann, welcher eine so schätzenswcrthe Stelle in EurerAchtung verloren, besitzt doch noch Mnth genug, seine Sacheals Angeklagter zu vertheidigen, und da er nicht länger hof-fen darf, von Euch als Freund betrachtet zu werden, würdeer Euren harten Tadel verschmerzen, könnte er sich nicht aufdas ehrenvolle Zengniß des Lord Evandalc berufen, daß seineernstlichsten Wünsche und thätigsten Bemühungen eben jetztdarauf gerichtet sind, eine» solchen Frieden zu erwirken, denauch der Loyalste nicht verwerfen kann."

Er verbeugte sich mit Würde gegen die Dame, derenSprache wohl verrieth, daß sie wußte, mit wem sie sich un-rerredet, die aber wahrscheinlich nicht erwartete, daß er sichmit so viel Lebhaftigkeit rechtfertigen würde- Verwirrt undschweigend erwiederte sic seinen Gruß; Morton aber ritt andie Spitze des Zuges.

Heinrich Morton!" rief der Major, überrascht durch dieplötzliche Erscheinung.

Derselbe," versetzte Morton,dem es wehe thut, vonMajor Bellenden und seiner Familie so hart beurtheilt zuwerden. Er überläßt es Mylord Evandale," fuhr er mit ei-ner Verbeugung gegen den jungen Edelmann fort,seineFreunde über seine Handlungsweise und die Reinheit seinesStrebens aufzuklären. Lebt wohl, Major Bellenden! AllesGlück Euch und den Eurigcn! Mögen wir uns einst inbessern Tagen wiedertreffen!"

Glaubt mir, Herr Morton," sagte Lord Evandale;EuerVertrauen soll Euch nicht reuen. Ich werde mich bestreben,die großen Dienste, die Ihr mir geleistet, dadurch zu beloh-nen, daß ich Alles anwende, Euch in der guten Meinung des