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11 (1851) Die Schwärmer
Entstehung
Seite
169
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wurde, entging Edithen kcineswcges, und sie bemerkte esnicht ohne Rührung.

Und doch," fuhr sie fort,sollte der Mann, von dem ichspreche, zu tief ergriffen sein von der strengen Meinung einer einer Jugendfreundin, so sagt ihm: aufrichtige Reuestehe der Unschuld am nächsten, daß er zwar von einer nichtleicht wieder zu erreichenden Höhe gefallen, daß er zwar derUrheber vielen Unbeils geworden, weil er es durch sein Bei-spiel beschönigt, daß er aber dennoch in Etwas gut machenkann, was er verbrochen."

»Und auf welche Weise?" fragte der Reiter mit eben soleiser, fast erstickter Stimme.

Wenn er Alles anwendet, seinem unglücklichen Vater-landc die Segnungen des Friedens wiederzugeben und dieverblendeten Rebellen zur Niederlegung ihrer Waffen zu be-wege». Wenn er ihr Blut schont, versöhnt er früheres Blut-vergießen; und wer sich bei der Erreichung dieses großenZweckes am thätigsten beweist, wird sich am besten den Dankder Gegenwart und das ehrenvolle Andenken der Zukunfterwerben."

Aber," sagte ihr Begleiter mit fester Stimme,FräuleinBellenden würde gewiß nicht wünschen, daß bei einem solchenFrieden die Interessen des Volkes der Krone aufgeopfertwürden."

Ich bin nur ein Mädchen," antwortete das Fräulein,und darf wohl kaum ohne Anmaßung darüber sprechen.Da ich aber bereits so weit gegangen, so setze ich offen hinzu,daß ich einen Frieden wünsche, der allen Parteien Ruhe gäbeund die Unterthanen vor militärischer Gewaltthätigkeit sichere,die ich eben so sehr verabscheue, als die Mittel, die man da-gegen ergriffen hat."