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meine Meinung über die Grundsätze der Insurgenten ausge-sprochen; von ihrer Persönlichkeit weiß ich nichts, — eineeinzige ausgenommen."
„Und diese einzige hat Euer Urtheil über alle andere be-stimmt?" fragte der Reiter.
„Weit entfernt!" erwiederte Edith«; „er ist — wenigstensglaubt' ich's einst — ein Mann, mit dem sich wohl Wenigemessen können, — er ist — oder schien ein Mann von früh-gereiften Anlagen, hoher Redlichkeit, reiner Sitte und innigemGefühle. Kann ich nun einen Aufruhr billigen, der einensolchen Mann, welcher zur Zierde, zur Leuchte und zum Hortseines Vaterlandes geschaffen war, zum Genossen finstererFanatiker oder unwissender Heuchler, — zum Anführer roherBauern, — zum Waffenbruder von Mördern und Banditengemacht? — Solltet Ihr einen solchen in Eurem Lager tref-fen, so sagt ihm, daß Edith« Bellenden über seine entweihteGesinnung, seine zerstörten Aussichten, seinen entehrten Na-men mehr geweint hat, als über das Unglück ihres eigenenHauses, — und daß sie den Hunger, der die Blüthen ihrerWange und den Glanz ihres Auges geraubt, besser ertragenkonnte, als den nagenden Gedanken, durch wen diese Leidengekommen."
Bei diesen Worten wendete sie ihrem Begleiter ein Gesichtzu, dessen welke Wangen die Wahrheit ihrer angedeutetenLeiden bekräftigten, selbst jetzt, da sie durch die Lebhaftigkeit,mit der sie sprach, nur sanft crrötheten.
Der Reiter war gegen diese Mahnung nicht unempfindlich.Er fuhr schnell mit der Hand über die Stirn, wie ein Mensch,dem ein stechender Schmerz den Kopf durchzuckt, dann überdas Gesicht, und drückte den Hut noch tiefer in die Augen.
Diese Bewegung und das Gefühl, wodurch sie erzeugt