ihrer wohl noch erinnern), ließen sie uns doch noch vier andereab, die sie nach dem Schloß treiben wollten, zu gutem Preise."
„Ablassen?" fragte Morton, „wie meint Ihr das?"
„Je nun, sse waren ausgezogen, Lebensmittel für die Be-satzung zu holen," antwortete die Haushälterin; „aber baldtrieben sse wieder ihr altes Handwerk, ritten im Lande um-her und feilschten und trödelten mit Allem, was sie kriegten,wie die westlichen Viehtreiber. Meiner Seel', der Major Bel-lenden hat das Wenigste bekommen von dem, was sie eintrie-ben; obgleich Alles in seinem Namen geschah."
„So muß die Besatzung wohl sehr an Mangel leiden?"sagte Morton hastig.
„Mangel genug," erwiederte Ailie, — „daran ist nicht zuzweifeln."
Jetzt ging ihm plötzlich ein Licht auf.
„Burley muß mich hintergangen haben, — sein Glaubegestattet ihm List und Grausamkeit. Ich kann nicht längerbleiben, Frau Wilson; ich muß sogleich weiter gehen."
„Aber nehmt doch erst einen Bissen zu Euch," bat diesorgsame Haushälterin. „Ich will's Euch zubereiten, wie ichfrüher gethan, vor diesen traurigen Zeiten."
„Es ist unmöglich," antwortete Morton. — „Cuddie, haltedie Pferde bereit!"
„Sie sind just am Fressen," sagte dieser.
„Cuddie?" rief Ailie; „warum habt Ihr diesen garstigen,unglückseligen Jungen mitgebracht? — Er und seine zänkischeMutter sind an allem Unglück in unscrm Hause schuld."
„Still, still!" erwiederte Cuddie, „Ihr müßt vergessen undvergeben. Die Mutter ist in Glasgow bei ihrer Base undwird Euch nicht wieder plagen, und ich bin jetzt des Haupt-manns Kammerdiener und halt' ihm seine Sachen besser zurecht,Die Schwärmer. II. 10