gow zurückgeschlagen zu haben, wollte er nicht mit seinenwenigen Truppen einen zweiten Angriff der Insurgenten ab-warten, da diese jetzt zahlreicher und geregelter waren, alsbeim ersten Unternehmen. Er räumte daher den Platz undmarschirte an der Spitze seiner Truppen auf Edinbnrg zu.Ohne Widerstand rückten demnach die Insurgenten in Glas-gow ein und Morton hatte also nicht die so sehnlichst ge-wünschte Gelegenheit, sich nochmals mit Clavcrhouse persön-lich zu messe». Aber obgleich er nicht Gelegenheit fand denSchimpf abzuwaschen, der auf seiner Heeresabthcilung ruhte,so dienten doch Claverhouse's Rückzug und der Besitz vonGlasgow dazu, die Armee der Insurgenten zu ermnthigenund ihre Zahl zu verstärken. Die Nothwendigkeit, neue Offi-ziere zu ernennen, neue Regimenter und Schwadronen zuorganisiren, und sie wenigstens mit den nothwendigsten Re-geln der Kriegszucht bekannt zu machen: dies war eine Ar-beit, welche mit allgemeiner Zustimmung Heinrich Mortonübertragen wurde und der er sich um so bereitwilliger unter-zog, da ihn schon sein Vater mit der Theorie der Kriegskunstbekannt gemacht und er deutlich sah, das; diese unangenehme,aber höchst nothwendige Arbeit unverrichtet bleiben würde,wenn er sie nicht übernähme.
Das Glück schien indeß das Unternehmen der Insurgen-ten mehr zu begünstigen, als man je erwartet hätte. Ueberdie Gewalt des Widerstandes erstaunt, den seine willkürlichenMaßregeln hervorgcrufen, schien der Staatsrath von Schott-land von Schrecken betäubt und unfähig wirksame Schrittezu thun, um den Haß zu bewältigen, den seine Maßregelnentzündet hatten. Es waren nur wenig Truppen in Schott-land und diese wurden nach Edinbnrg gezogen, als wollteman zum Schutze der Hauptstadt eine Armee bilden. Die