Straßen und Gäßchen gelegt, außer denen, welche hinter denBrustwehren standen, die sich quer über die Straßen zogen.Die Eindringenden sahen ihre Reihen durch unsichtbare Feindegelichtet, deren Feuer sie nicht wirksam crwicdern konnten.Umsonst setzten sich Morton und die andern Anführer dergrößten Gefahr aus, und strebten mit ihren Gegnern hand-gemein zu werden. Ihre Leute wichen überall, und obgleichHeinrich Morton einer der Letzten beim Rückzug war und Allesthat, um den Nachtrab in Ordnung zu erhalten und jedenVersuch des Feindes zu vereiteln, den errungenen Vorthcil zubenutzen, so hatte er doch den Verdruß, Viele in seinen Reihenmurmeln zu hören: „Das kommt davon, daß man freigeisteri-schcn Knaben vertraut! Hätte man den redlichen, treuenBurley an der Spitze gehabt, wie bei den Verschanzungenvon Tillietndlcm, der Ansgang wäre ganz anders gewesen."
Morton hörte mit glühendem Zorn diese Bemerkungengerade von Denjenigen, die sich zuerst feige bewiesen hatten.Indessen hatte jener ungerechte Vorwurf die Wirkung, seinGefühl zu entflammen, und ihm fühlbar zu machen, daß ihmin seiner gefährlichen Lage nichts übrig bleibe, als Siegoder Tod.
„Ich kann nicht mehr zurück," sagte er zu sich selbst.„Alle sollen gestehen — Alle, selbst Major Bellenden — selbstEdith« — daß wenigstens an Muth der Rebell Morton sei-nem Vater nicht nachsteht."
Das Heer war nach diesem mißlungenen Angriffe in solcherUnordnung und Auflösung, daß cs den Führern gerathen schien,sich einige Meilen von der Stadt zurückzuziehen, um Zeit zugewinnen, bei den Leuten die bestmöglichste Ordnung wiederherznstcllcn. Neugeworbene Soldaten kamen inzwischen herbei,mehr durch ihre eigene harte Lage und durch den Sieg bei