Sohn des Silas Morton ist abgewichen von dem Pfade sei-nes Vaters."
Ergriffen von dieser letzten Bemerkung, gegen welche erals Soldat und Edelmann nichts Triftiges zu erwiedern ver-mochte, willigte Morton hastig in die vorgeschlagene Anord-nung. Doch konnte er sich nicht eines gewissen Mißtrauenserwehren, das er unwillkürlich gegen den hegte, der ihmdiese Mittheilung gemacht hatte.
„Herr Balfour," sagte er, „wir müssen uns gegen einanderdeutlich erklären. Ihr habt es der Mühe werth gehalten,meinen Privatangelegenheiten und persönlichen Neigungen Eurebesondere Aufmerksamkeit zu schenken; seid überzeugt, daß ichihnen eben so treu sein werde, als meinen politischen Grund-sätzen. Es ist möglich, daß Ihr während meiner Abwesenheitin den Fall kommt, diese Gefühle zu schonen oder zu verletzen.Was nun auch der Ausgang unseres gegenwärtigen Unterneh-mens sein mag, seid versichert, daß meine stete Dankbarkeitoder mein unablässiger Groll dem Betragen folgen wird, dasIhr bei dieser Gelegenheit beobachtet, und so jung und uner-fahren ich auch bin, ich werde gewiß Freunde finden, die mirbeistchen, meine Empfindung in beiden Fällen auszudrücken."
„Wenn in dieser Rede eine Drohung liegen soll," antwor-tete Burley kalt und stolz, „so hättet Ihr sie sparen können.Ich weiß die Achtung meiner Freunde zu schätzen, und dieDrohungen meiner Feinde von ganzem Herzen zu verachten.Indessen soll mich dies nicht beleidigen. Was sich auch inEurer Abwesenheit ereignet, es soll mit Rücksicht auf EureWünsche geschehen, so weit, als es nur meine Verpflichtunggegen eine höhere Macht erlaubt."
Mit diesem bedingten Versprechen mußte sich Morton zu-frieden stellen.