gewisses Fenster, das zu einer gewissen Speisekammer gehörteund in Verbindung mit einem gewissen Eibenbaum stand, deraus einer Felsenspalte empor wuchs. Das war eben der Paß,durch den der Gänse-Gibbie aus dem Schloß geschmuggeltwurde, um Editha's Botschaft nach Charnwood zu befördern,und der seiner Zeit wahrscheinlich auch zu andern Contre-bandgeschäften gedient hatte. Cuddie stützte sich auf sein Ge-wehr, guckte zum Fenster hinauf und bemerkte gegen einenseiner Gefährten: — »Den Ort da kenn' ich recht gut; oftHab' ich der Jenny Dennison aus diesem Fenster geholfen, binauch manchmal selbst hineingekrochen, um mit ihr anzubinden,Abends, wenn der Pflug ruhte."
„Und was hält uns ab, jetzt hineinzukricchen?" sagte derAndere, ein kecker, unternehmender Bursche.
„Freilich hält uns nichts ab," antwortete Cuddie, „wenn'sdamit gethan wäre. Aber was fangen wir denn hernach an?"
„Wir wollen das Schloß nehmen," schrie der Andere;„wir sind unserer Fünf oder Sechs und die Soldaten sindalle am Thore beschäftigt."
„So kommt denn," sagte Cuddie; „aber — nicht anrüh-ren dürft Ihr mir die Lady Margaretha, oder FräuleinEditha, oder den alten Major, oder Jenny Dennison, odersonst Einen; aber den Soldaten könnt Ihr den Garaus ma-chen, oder auch Quartier geben, das geht mich nichts an."
„Ja, ja," sagte der Andere, „erst laß uns drinnen sein,dann wollen wir schon mit ihnen Allen fertig werden."
Leise und als ob er auf Eiern ginge, klimmte Cuddie denwohlbekannten Pfad hinan, jedoch mit einigem Widerstreben;denn außerdem, daß er den Empfang scheute, der ihm etwadrinnen zu Theil würde, beunruhigte ihn noch sein Gewissen,daß er der Lady Margaretha früheres Wohlwollen gar crbärm-