ihrem Bette ruhen, verbarg mich vor einer Abthcilung In-surgenten, welche Nachzügler aufsnchte, gab mir Speise undduldete nicht, daß ich eher den Zufluchtsort verlasse, bis sieerfahren, daß ich ohne Gefahr mich nach diesem Schlosse be-geben könne."
„Das war schön gehandelt!" sagte Fräulein Bellenden,„und ich hoffe, Ihr werdet Gelegenheit haben, solche Groß-muth zu belohnen."
„Ich lade mir in diesen unglücklichen Verhältnissen überallVerbindlichkeiten ans, Fräulein Bellenden," versetzte Lord Evan-dale; „aber ich werde im günfligen Augenblicke gewiß nichtermangeln, meine Dankbarkeit zu bezeugen.
Alle drangen nun in Lord Evandale, nur ja nicht dasSchloß zu verlassen; aber der Grund des Majors Bellendenwar der wirksamste.
„Eure Gegenwart im Schlosse wird äußerst nützlich, wonicht gar unumgänglich nöthig sein, Mylord, um durch EuerAnsehen die gehörige Mannszucht unter den von Claverhousezurückgelassenen Leuten zu halten, die wirklich schon gezeigthaben, daß sie nicht die besten Hausgenossen sind. Ueberdieshaben wir auch noch Vollmacht, jeden Offizier anzuhalten,der etwa hieher kommen möchte."
„Nun," sagte Lord Evandale, „das ist ein unwiderlegbarerGrund; denn er beweist mir, daß ich selbst in meinen jetzigenZustande hier von Nutzen sein kann."
„Was Eure Wunden betrifft, Mylord," sagte der Major,„wenn meine Schwester es übernimmt, einem etwaigen Fieber-anfall entgegenzukämpfen, so steh' ich dafür, daß mein alterKnappe, Gideon Pike, eine Fleischwunde so gut verbindet, wieirgend Einer aus der Barbiergilde. An Uebung hat's ihmzu Montroses Zeit nicht gefehlt; denn wir hatten wenig ordent-