Druckschrift 
11 (1851) Die Schwärmer
Entstehung
Seite
82
Einzelbild herunterladen
 

82

beharrlichem, unbeugsamem Eifer, die sich bei verschiedenenGelegenheiten unverzeihliche Beleidigungen gegen die Regie-rung zu Schulden hatten kommen lassen-

Unter diesen befanden sich ihre Prediger, Menschen, welchedie ihnen von der Regierung angebotene Duldung verschmähthatten, und ihre Heerde lieber in der Wildniß versammelten,als in Tempeln von Menschenhände» erbaut, da man ihnendies hätte deuten können, als räumten sie ihren Beherrscherndas Recht ein, sich in's Kirchcnregiment zu mischen. Die an-dere Klasse bestand aus Edelleuten von geringem Vermögenund aus wohlhabenden Pächtern, die durch den unerträglichenDruck dahin gebracht waren, die Waffen zu ergreifen und sichden Insurgenten anzureihen. Auch diese hatten ihre Geistlichenbei sich, von denen viele die Jndnlgenz benutzt hatten unddeßhalb geneigt waren, sich den Maßregeln der Heftigen zuwidersetzen, welche eine Erklärung verschlugen, worin sie Zeug-niß ablcgten gegen die Verordnungen und Befehle hinsichtlichder Jndnlgenz, als gegen sündliche und ungefetzliche Beschlüsse.Diese delikate Frage war in dem ersten Entwurf des Mani-festes, welches sie zur Rechtfertigung ihres Aufstandes zu ver-öffentlichen beabsichtigten, mit Stillschweigen übergangen wor-den, aber während Balfonrs Abwesenheit hatte man sic wie-der angeregt, und er fand nun zu seinem großen Leidwesenbeide Parteien in heftigem Streite darüber. Macbriar, Paukerund einige andere Lehrer der Wandernden befanden sich aufder Flut ihrer polemischen Discnssion mit Peter Pfundtcxt,dem geduldeten Pfarrer des Kirchspiels von Milnwood, der,wie cs schien, sich ebenfalls das Schwert umgürtct, aber eheer berufen war, für die gute Sacke der Presbyterianer imFelde zu fechten, seine Dogmen herzhaft im Rathe vertheidigte.Dieser lärmende Streit, den hauptsächlich Pfundtext und