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11 (1851) Die Schwärmer
Entstehung
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Geräthen bewaffnet waren, die jäher Zorn in Kriegswaffenumgewandelt hatte. Ans jeder Flanke der Infanterie standein kleiner Haufe Reiter, ein wenig hinter dem Sumpf, umtrockenen und festen Boden zu haben. Im Ganzen waren sieschlecht bewaffnet, und noch schlechter beritten, aber voll Be-geisterung für ihre Sache. Größtentheils bestanden sie auskleinen Landeigenthümern oder Pächtern der bessern Klasse,die durch ihr Vermögen im Stande waren, zu Pferde zu die-nen. Einige von denen, welche die königliche Vorhut zurück-getrieben hatten, ritten jetzt langsam zu ihrer Schwadron zu-rück- Nur sie schienen in Bewegung; alle Andere standen be-wegungslos, wie die grauen Steine, welche zerstreut auf derHaide umherlagen.

Die ganze Zahl der Aufrührer mochte ungefähr tausendMann betragen; doch waren unter diesen kaum hundert Rei-ter, und kaum die Hälfte leidlich bewaffnet. Aber ihre vor-thcilhafte Position, das Bewußtsein, einen verzweifelten Schrittunternommen zu haben, ihre überwiegende Zahl, und vorAllem ihr glühender Feuereifer, ersetzte in den Augen ihrerAnführer den Mangel an Waffen und kriegerischer Uebung.

Am Abhange des Hügels, der sich hinter ihnen erhob, sahman die Weiber und selbst die Kinder, welche der durch dieVerfolgung angefachte Glaubenseifer in die Wildniß geführthatte. Sie schienen dort zu stehen, um dem Kampfe beizu-wohneu, der über ihr eigenes Geschick, und über das ihrerEltern, Gatten und Söhne entscheiden sollte. Wie die Weiberder alten Deutschen, sollte das gellende Geschrei, das sie beimAnblick der glänzenden Reihen ihrer Feinde erhoben, ihrenVerwandten als ein Sporn dienen, bis zum Aeußersten fürdas zu fechten, was ihnen das Theuerste war. Diese Ermah-nung schien auch von dem besten Erfolg gekrönt; denn ein