Druckschrift 
11 (1851) Die Schwärmer
Entstehung
Seite
5
Einzelbild herunterladen
 

welcher Widerstand sich den weitern Fortschritten der Truppenentgegensetzen würde.

Die Anhöhe, auf der die königlichen Leibwachen jetzt hiel-te», senkte sich jenseits in einen sanften, mehr als eine Vier-telincile tiefen Abhang, und zeigte einen Boden, der, obgleichan einigen Stellen uneben, doch der Reiterei nicht ungünstigwar, bis dahin, wo der Abhang in eine sumpfige Ebene ans-lief, die in ihrer ganzen Ausdehnung von einem natürlichenoder künstlichen Graben durchschnitten war, dessen Seitendurch Quellen, und mit Wasser gefüllte Einschnitte unter-brochen waren, woraus man Torf und Braunkohlen zu stechenpflegte; hier und dort stand auch zerstreutes Erlengehölz, wel-ches die Feuchtigkeit so sehr liebt, daß es als Gebüsch da fort-wuchert, wo der ungünstige Boden ihm nicht »erstattet, alsBaum in die Höhe zu schießen. Jenseits dieses Grabens hobsich der Boden wieder zu einem Hügel empor, an dessen Fuß,als sollte der unebene Boden und der die Fronte deckendeGraben vertheidigt werden, das Corps der Aufrührer sich auf-gestellt hatte.

Ihre Infanterie war in drei Linien abgetheilt. Die erste,leidlich mit Feucrgewehr versehen, stand dicht am Rande desSumpfes, so daß ihr Fencr nothwendig der königlichen Rei-terei schaden mußte, wenn sie die andere Seite des Hügelshinabritt; wollte sie aber durch den Morast, so mußte es ihrnoch weit verderblicher werden. Hinter dieser ersten Liniestand eine Abtheilung Pikenträger zur Unterstützung bestimmt,im Falle die Dragoner den Durchgang durch den Morast er-zwingen sollten. Hinter diesen stand die dritte Linie, die ansLandleuten bestand, welche mit Sensen, Heugabeln, Aexteu,Keulen, Ochsenziemern, Fischspeercn und dergleichen ländlichen