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11 (1851) Die Schwärmer
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das arme Mädchen die Erlaudniß, mir nahe kommen zu dür-fen, weil sie so schön that mit dem Lümmel hol ihn derTeufel! und da sagte sie denn:geh' mit Gott!" undsteckte mir Geld in die Hand;ich glaub', eS war die Hälftevon ihrem Lohn und Trinkgeld; denn die andere Hälfte hatsie für Putz und Geflunker verzettelt, um uns beim Vogel-schießen zu sehen."

»Und Ihr habt es genommen, Cuddie?" fragte Morton.

Gott behüte, Milnwood; ich war so albern, es ihr wie-der hintennach zu werfen ich war voll Aerger, als derBube sie küßte, und mit ihr schleckte. Aber ich war ein gro-ßer Narr, denn es hätte meiner Mutter und mir gut gethan,und sie wird's in lauter Geflunker und Tand vergeuden."

Hier folgte eine lange tiefe Pause. Cuddie bereute cswahrscheinlich, daß er seiner Liebsten Geschenk zurückgewiesen,und Heinrich Morton dachte über die Beweggründe und Be-dingungen nach, unter welchen es Edithen gelungen seinmochte, Lord Evandale zu seiner Fürsprache zu verwenden.

War cs nicht möglich, flüsterte ihm die erwachende Hoff-nung zu, daß er ihren Einfluß auf Lord Evandale vorschnellund ungerecht beurtheilte? Sollte er sie so strenge tadeln,daß sie um seinetwillen in dem jungen Edelmanne Hoffnun-gen nährte, die zu erfüllen siekeine Absicht hatte? Oder wie,wenn sie sich gar an Lord EvandaleS bekannte Großmuthwandte, und sein Ehrgefühl aufforderte, den begünstigtenNebenbuhler zu schützen?

Immer aber fielen ihm die Worte wieder ein, die er ge-hört, und verletzten ihn wie Natterstiche.

Nichts könne sie ihm verweigern! war cs möglich, eineunumwundenere Erklärung zu geben? Die Sprache der Liebeselbst hat in den Grenzen mädchenhafter Verschämtheit keinen