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sanftere, obgleich selbstsüchtigere Regungen in den Hintergrundgetreten waren. An sich selbst verzweifelnd, entschloß er sich, dieRechte seines Vaterlandes, die in seiner Person verletzt waren,zu vertreten und zu unterstützen. Sein Gemüth war in die-sem Augenblicke gerade so verwandelt, wie das Aeußere einerBilla, die, lange ein Sitz der Ruhe und häuslichen Glückes,plötzlich durch das Eindringen bewaffneter Macht in einenfurchtbaren Vertheidigungsposten umgewandelt wird.
Wir haben bereits erwähnt, daß er auf Edith« einenBlick warf, aus welchem Vorwurf und Schmerz zugleich spra-chen. Es war, als wollte er ihr ein einziges Lebewohl sa-gen. Hierauf ging er festen Schrittes auf den Tisch zu, anwelchem der Oberst Grahame saß.
»Mit welchem Rechte," sagte er fest und ohne eine Frageabzuwarten — „Mit welchem Rechte haben diese Soldatenmich meiner Familie entrissen, und einen freien Mann inFesseln geschlagen?"
„Auf meinen Befehl!" antwortete Claverhoufe, „und jetztbeseht' ich Euch zu schweigen, und auf meine Fragen zu hören."
„Ich will nicht," antwortete Morton in einem entschiede-nen Tone, während seine Kühnheit alle Umstehenden zu elek-trisiren schien. „Ich will wissen, ob ich in gesetzmäßigem Ver-haft bin, und vor einer bürgerlichen Obrigkeit stehe, ehe derFreiheitsbrief meines Vaterlandes in einer Person verletztwerden soll."
„Auf meine Ehre, ein schöner Springinsfeld!" sagte Cla-verhouse.
„Seid Ihr toll?" sagte Major Bellenden zu seinem jun-gen Freunde. „Um Gotteswillen, Heinrich Morton," fuhr erhalb tadelnd, halb bittend fort, „bedenkt doch, daß Ihr miteinem Oberoffizier des Königs sprecht!"