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11 (1851) Die Schwärmer
Entstehung
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Vaterlandes erduldet hatte, trat Bothwell in den Thurm, von zweiDragonern begleitet, von denen der Eine Handschellen trug.

Ihr müßt mir folgen, junger Mann," sprach er;abererst muffen wir Euch anputzen."

Anputzen?" fragte Morton.Was meint Ihr damit?"

Ei, wir muffen Euch diese harten Armbänder anlegen.Ich darf nicht nein verdammt! ich darf schon Man-ches; aber nicht um dreistündige Plünderung einer erstürmtenStadt macht' ich einen Whig ungcfeffelt vor meinen Oberstenbringen. Kommt, kommt, junger Mann, und seht mir nichtso finster drein."

Er schickte fich an, ihm die Eisen anzulegen; aber Mor-ton ergriff den eichenen Stuhl und drohte, dem Ersten, derfich ihm nähern würde, das Gehirn einzuschlagen.

Ich könnte Euch wohl im Augenblick bändigen, meinJunker," sagte Bothwell;aber es wäre mir lieber, wennIhr ruhig die Segel streichen wolltet."

Hier sprach er in der That die Wahrheit; denn er em-pfand nicht etwa Furcht oder Widerwillen gegen gewaltsameMaßregeln, sondern er scheute die Folgen eines geräuschvol-len Streites, wodurch es wahrscheinlich an den Tag gekom-men wäre, daß er, ausdrücklichem Befehle zuwider, seinenGefangenen die ganze Nacht ohne Eisen gelassen.

Ihr thätet besser, Vernunft anzunehmen," fuhr er ineinem Tone fort, der besänftigend sein sollte,und Euch nichtselbst das Spiel zu verderben. Man sagt hier im Schlosse, daßder Ladp Margaretha Nichte sich in Kurzem mit unferm jungenCapitain, dem Lord Evandale, verheirathen werde. Ich sah sieBeide in der Halle zusammen stehn, und hörte, wie sie ihnbat, daß er sich für Euch verwenden solle. Sie sah ihm soverteufelt schön und freundlich in's Auge, daß, mein Seel'