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ihr Wcrth so hervorstechend, ihr Aeußeres so reizend ihr Be-tragen so bezaubernd, daß er nicht umhin konnte zu fürchten,es möchte zwischen ihn und den Gegenstand seiner Neigungein Nebenbuhler treten, der vom Glücke mehr begünstigt alser selbst, und Editha's Familie angenehmer wäre. Ein all-gemein verbreitetes Gerücht stellte ihm diesen Nebenbuhler inLord Evandale entgegen, den Geburt, Vermögen, Verbindun-gen und politische Grundsätze, so wie seine häufigen Besuchezu Tillietudlem und der Umstand, daß er beide Damen analle öffentlichen Orte begleitete, natürlich als einen Bewer-ber um ihre Gunst bezeichneten-
So traf es sich oft und unvermeidlich, daß manche Lust-barkeiten, an denen der Lord Theil nahm, die Zusammen-künfte der Liebenden störten, und Heinrich bemerkte nur zudeutlich, daß Edith« entweder absichtlich vermied, von dem jun-gen Edelmann zu sprechen, oder dies nur mit sichtlicher Zu-rückhaltung und Verlegenheit that.
Diese Anzeichen, welche in der That nur in den zartenGefühlen für Morton ihren Grund hatten, wurden von sei-nem Mißtrauen falsch gedeutet, und die Eifersucht, die sie inihm erweckten, wurde durch einige Bemerkungen von JennyDennison noch verstärkt. Diese treubewährte Zofe war eineganz vollständige ländliche Kokette, und wenn es ihr an Ge-legenheit fehlte, ihre eigenen Liebhaber zu necken, so suchtesie gern eine Gelegenheit auf, die ihres Fräuleins zu plagen.Dies that sie nicht etwa aus Abneigung gegen Heinrich Mor-ton, der sowohl um ihres Fräuleins willen, als seiner eige-nen Schönheit wegen, hoch in ihrer Gunst stand. Aber LordEvandale war auch schön. Er war viel freigebiger, als esMorton sein konnte, und noch überdies ein Lord; und wennFräulein Bellenden seine Hand annehmen wollte, ward sie