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seine Neigung für Editha Bellenden langst Schottland ver-lassen haben-
Das frühere Zusammentreffen der jungen Leute hatte zuCharnwood stattgefundcn, wo Major Bellenden, der bei sol-chen Gelegenheiten eben so wenig als Onkel Tob- in TristramShandy mißtrauisch war, sie ermunterte, einander Gesellschaftzu leisten, ohne über die natürlichen Folgen die geringste Be-sorgniß zu hegen. Als Editha Bellenden in ihrer GroßmutterSchloß zurückgekehrt war, war es ganz erstaunlich, durchwelche sonderbare und wiederkehrenden Zufälle sie immer demjungen Morton auf ihren einsamen Spaziergängen begegnete,besonders wenn man die Entfernung bedenkt, in welcher ihrebeiderseitigen Wohnungen von einander lagen. Noch auffallen-der aber ist es, daß sie niemals ihr Erstaunen über dieseshäufige Zusammentreffen äußerten, daß ihr Umgang allmäligeinen zarten Charakter annahm, und ihre Zusammenkünfteden Anschein von Verabredungen trugen. Bücher, Zeichnun-gen, Briefe wurden getauscht, und jeder unbedeutende Auf-trag gab zu einem neuen Briefwechsel Veranlassung. Zwarward Liebe nicht bei ihnen mit Namen genannt, aber Jedeskannte seines Herzens Regung, und ahnte, was in dem Bu-sen des Andern vorging. Unfähig, einen Umgang abzubre-chen, der für Beide so viel Reiz hatte, und dennoch vor dennur zu wahrscheinlichen Folgen zitternd, hatten sie ihn ohnebesondere Erklärung bis jetzt fortgesetzt, wo nun das Schick-sal die Lösung in seine eigenen Hände genommen zu habenschien
Es war eine nothwendige Folge dieser Lage der Dinge unddes Mißtrauens, welches Morton zu dieser Zeit gegen sich selbstfühlte, daß sein Vertrauen auf Editha's Gegenliebe oft erschüt-tert ward- Ihre Lage war so viel glänzender als die seinige,