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11 (1851) Die Schwärmer
Entstehung
Seite
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Freunde über seine Fortschritte unter so ungünstigen Umstän-den erstaunten. Die freie Geistesregsamkeit war aber immernoch gefesselt durch das Bewußtsein seiner Abhängigkeit undArmuth, besonders aber durch seine lückenhafte und beschränkteErziehung. Diese Gefühle bewirkten, daß in ihm ein Miß-trauen und eine Zurückhaltung waren, welche Jedem, außerseinen vertrautesten Freunden, den Umfang seiner Talente undseine Charakterfestigkeit verbargen. Die Zeitverhältniffe ga-ben jener Zurückhaltung das Ansehen von Unschlüsssgkeit undIndifferenz; denn da er keiner der Parteien huldigte, hieltman ihn für stumpfsinnig, und unempfindlich für Religion undVaterlandsliebe. Keine Folgerung aber hätte ungerechter seinkönnen, und die Neutralität, die er bis jetzt behauptet, hatteihren festen Grund in ganz andern und gewiß löblichen Mo-tiven. Er hatte mit Einigen der Verfolgten eine genauereVerbindung angeknüpft, und fühlte gar wohl das Abstoßendein ihrem engherzigen und selbstischen Parteigeist, in ihrem lo-dernden Fanatismus, in ihrer abscheulichen Verdammung schö-ner Wissenschaften oder unschuldiger Leibesübungen, und indem giftigen Groll ihrer politischen Ansichten. Aber sein Ge-müth war noch mehr empört über das tyrannische Unter-drückungsspstem der Regierung, über die Unordnung, Zügel-losigkeit und Rohheit des Kriegsvolks, über die Hinrichtungenauf dem Schaffst, über die Metzeleien auf offenem Felde, diegewaltsamen Einquartierungen und Erpressungen, wobei Le-ben und Eigenthum eines freien Volkes beeinträchtigt wur-den, gleichsam als bestehe es aus asiatischen Sclaven- JedePartei also wegen ihrer Ausschweifungen verdammend, desAnblicks von Nebeln satt, die er nicht lindern konnte, abwech-selnd Klagen und Jauchzen vernehmend, ohne weder injene noch in dieses einstimmen zu können, würde er ohne