muß groß sein — laßt mich um Eure Verwendung für ihnbitten — Ihr würdet meinen Onkel auf ewig verbinden."
„Ihr überschätzet meinen Einfluß, Miß Bellenden," sagteLord Evandale. »Ich bin in solchen Verwendungen oft un-glücklich gewesen, wenn ich sie bloß im Namen der Menschlich-keit unternahm."
„Dennoch versucht es noch ein Mal, um meines Oheimswillen."
„Und warum nicht um Euretwillen?" sagte Lord Evan-dale. „Wollt Ihr mir nicht erlauben zu hoffen, daß ich da-durch Euch persönlich verbinde? — Traut Ihr einem altenFreunde so wenig, daß Ihr ihm nicht die Freude vergönnenwollt, zu denken, er werde Eure Wünsche erfüllen?"
„Gewiß — gewiß," erwiederte Editha — „Ihr werdetmich unendlich verbinden- — Ich nehme Antheil an dem jun-gen Manne, meines Oheims wegen — Verliert keine Zeit,um Gotteswillen."
Ihre Bitten wurden kühner und dringender; denn sie hörtedie Schritte der Soldaten, die sich mit ihrem Gefangenennäherten.
„Beim Himmel!" sagte Evandale, „er soll nicht sterben,und müßte ich an seiner Statt das Leben lassen- Aber wolltIhr nickt," sprach er, indem er ihre Hand ergriff, welche sieim Drange ihres Gefühls zurückzuziehen nicht Muth genughatte, „wollt Ihr mir nicht zur Belohnung meines Dienst-eifers ein Gesuch gewähren?"
„Alles dürft Ihr fordern, Lord Evandale, was schwester-liche Zuneigung gewähren kann."
„Und ist dies Alles," fuhr er fort, „was Ihr meiner Liebeim Leben, meinem Andenken im Tode widmen könnt?"
»Sprecht nicht so, Mylord," sagte Editha; „Ihr betrübt