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11 (1851) Die Schwärmer
Entstehung
Seite
158
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Euch, um Austritten entgegen zu gehen, die nicht ohne Gefahrfind. Lebt wohl, theures Fräulein; laßt mich zum erstenund vielleicht zum letzten Male sagen, theure Editha. Wirscheiden von einander, und unter so eigenthümlichen Umstän-den, daß es zu entschuldigen ist, wenn ich Euch mit einigerFeierlichkeit ein Lebewohl sage, Euch, die ich so lange kannteund die ich so sehr schätze."

Sein Benehmen schien ein tieferes und bewegteres Gefühlauszudrücken, als in seinen Worten lag. Kein weibliches Herzhätte gegen seinen bescheidenen und tiefgefühlten Ausdruck derZärtlichkeit unempfindlich bleiben können. Auch Editha, obgleichdurch das Mißgeschick und die augenscheinliche Gefahr desMannes betrübt, den fie liebte, wurde doch durch die hoff-nungslose und ehrerbietige Leidenschaft des schönen Jünglingsgerührt, der fetzt von ihr schied, um sich in Gefahren nichtgewöhnlicher Art zu stürzen.

«Ich hoffe, ich glaube zuversichtlich," sagte sie,cs istkeine Gefahr vorhanden. Ich hoffe, wir haben keine Ursachezu diesem feierlichen Abschied, diese unbesonnenen Auf-rührer werden eher durch Furcht als durch Gewalt zersprengtwerden, und Lord Evandale wird bald zurückkehren, um wie-der zu sein, was er immer sein muß, der theure und geschätzteFreund Aller in diesem Schlosse."

Aller?" wiederholte er, einen melancholischen Nachdruckauf das Wort legend-Aber mag es so sein was Euchnahe ist, ist mir theuer und werth, und dessen Beifall mirschätzbar. Ich hoffe keinen allzuglücklichen Erfolg. Wir sindunserer zu Wenige, als daß ich diesen unglückseligen Unruhenein schnelles, unblutiges Ende gemacht zu sehen erwarten dürste.Diese Menschen find schwärmerisch, entschlossen und verzweifelt,und haben Führer, die in Kriegsangclegenheiten nicht ganz