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11 (1851) Die Schwärmer
Entstehung
Seite
157
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für Heinrich Morton, wie für meinen eigenen Sohn. Er isteben so rechtgläubig, wie irgend ein Herr aus der Leibgarde.Ich will Niemand zu nahe treten. Er ging mehr denn fünfzigMal mit mir zum Gottesdienst, und nie fehlte ihm eine ein-zige Antwort beim Gebete. Das kann Miß Bellenden be-zeugen, so gut wie ich. Er las stets mit ihr aus demselbenGebetbuch, und kannte den Text so gut als der Pfarrer selbst.Ruft ihn nur; er mag für sich selbst sprechen."

Das kann nichts schaden," sagte Claverhouse,mag ernun unschuldig oder schuldig sein. Major Allan," fuhr erfort, sich zu dem Offizier wendend,nehmt einen Wegweiser,und führt Euer Regiment so schnell als möglich nach demLondonhügel. Reitet gemach, und bringt die Pferde nicht inHitze; in einer Viertelstunde haben Lord Evandale und ichEuch eingeholt. Bothwelln laßt mit einigen Reitern zurückum die Gefangenen sortzuschaffen."

Allan verneigte sich, und sämmtliche Offiziere verließenmit ihm den Saal, Claverhouse und den jungen Lord ausge-nommen. In wenigen Minuten verkündigten die Töne derMusik und der Hufschlag der Rosse, daß die Reiter das Schloßverließen. Bald hörte man nur noch abgerissene Töne, diein kurzer Zeit gänzlich verhallten.

Während Claverhouse sich bestrebte, die Angst der LadyMargaretha zu verscheuchen, und den alten Major zu seinerMeinung über Morton zu bekehren, näherte sich EvandaleEdithen, die natürliche Schüchternheit überwindend, welcheeinen unschuldigen Jüngling in der Nähe des Gegenstandesseiner Zuneigung gewöhnlich befällt, und redete sie in einemTone an, der Achtung und Zuneigung zugleich ausdrückte.

Wir müssen Euch verlassen," sagte er, und faßte ihreHand, die er in heftiger Bewegung preßtewir verlassen