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11 (1851) Die Schwärmer
Entstehung
Seite
128
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Claverhonsc!" sagte Ediths mit schwacher Stimme, »Gottim Himmel, Ihr seid verloren, bevor noch die Untersuchungbeginnt. Er schrieb meiner Großmutter, daß er Morgen frühhier eintreffen werde aus seinem Wege in's Gebirge, woeinige verzweifelte Menschen, angefcuert durch zwei oder dreiTheilnehmer an dem Morde des Primaten, sich zusammenge-rottet zum Widerstande gegen die Regierung. Seine Aus-drücke erfüllten mich mit Schauder, obgleich ich nicht wußte,daß daß ein Freund--"

Seid meinetwegen nicht allzusehr betrübt, theucrsteEditha," sagte Heinrich, sie in seinen Armen haltend.Cla-verhouse ist zwar ein ernster, mitleidsloser Mann, doch in je-der Beziehung auch tapfer, offen und biedersinnig. Ich bineines Kriegers Sohn, iznd will meine Sache als Soldat füh-ren. Er wird vielleicht eine schlichte, ungeschminkte Verthei-digung eher anhören, als ein hinterlistiger, heuchlerischer Rich-ter. Und in der That, in einer Zeit, wo alle Zweige derGerechtigkeit so gänzlich verderbt sind, will ich lieber meinLeben verlieren durch offene militairische Gewalt, als durchdas Possenspiel einiger willkürlichen Rechtsgclehrten betrogenwerden, die doch nur die Kenntniß der zu unserm Schutzeentworfenen Gesetze zu unserm Verderben mißbrauchen."

Ihr seid verloren Ihr seid verloren, wenn Ihr gegenClaverhouse Eure Sache verfechten wollt!" seufzte Editha;mit Stumpf und Stiel ausrotten!" waren seine mildesten Aus-drücke. Der unglückliche Primat war sein vertrauter Freund,und früher sein Gönner.Keine Entschuldigung, keine Aus-flucht," sagte er in seinem Briefe,soll Diejenigen retten, diean der That betheiligt sind, oder Diesen Vorschub und Schutz ge-währt haben, um sie vor dervollenund strengenAhndung des Ge-setzes zu schützen, bis so viel Leben den gräßlichen Mord gesühnt,