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11 (1851) Die Schwärmer
Entstehung
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lichen Aeußerungen seines tief aufgeregten Gefühls beschrei-ben, von denen sie begleitet waren-

Einige Minuten stand Editha bewegungslos wie ein Hei-ligenbild, das von einem Gottesfürchtige» die Huldigung em-pfängt, und als sie sich hinreichend erholt hatte, um ihm ihreHand zu entziehen, vermochte sie nur mit schwacher Stimmedie Worte hervorzubringen:Ich habe einen seltsamen Schrittgewagt, Herr Morton, einen Schritt" fuhr sie gefaßterund mit geordnetern Gedanken fortder mich vielleichtEurer Mißbilligung aussetzt; aber ich habe Euch lange gestat-tet, die Sprache der Freundschaft zu reden, vielleicht sollt' ichlieber sagen zu lange, als daß ich Euch verlassen könnte, wenndie Welt Euch zu verlassen scheint. Warum diese Gefangen-schaft ? Was kann geschehen? Kann mein Oheim, der Euchso hoch achtet, kann der Eurige Euch nützlich werden? Gibt'skeine Mittel? Welchen Ausgang kann dies haben?"

Sei er, welcher er wolle," antwortete Heinrich, undversuchte sich wieder der Hand zu bemächtigen, die nun wil-lig in der seinen bliebsei er, welcher er wolle, von die-sem Augenblick an ist er mir der willkommenste meines-stern Lebens- Euch, theuerste Editha, verzeiht, ich sollteMiß Bellenden sagen; aber Unglück hat Anspruch auf einVorrecht Euch verdanke ich die wenigen glücklichen Augen-blicke, welche mein trübes Dasein erhellten, und muß ich jetztvon demselben scheiden, so wird die Erinnerung an dieseEhre mein Glück sein in der letzten Stunde der Leiden."

Aber ist's denn wirklich so, Herr Morton ?" fragte Fräu-lein Bellenden.Seid Ihr, der sich so wenig in diese unse-ligen Händel zu mischen pfleget, plötzlich so tief in dieselbenverwickelt worden, daß nichts Geringeres, als "