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Jenny Dennison entfernte sich mit dem Aufträge, kehrteaber bald mit einem Gesicht zurück, das deutlich zeigte, wiebestürzt sie war, und daß sie an dem Schicksal des Gefange-nen Theil nehme.
„Was hast Du?" fragte Ediths ängstlich, „ist's dennochder arme Cuddie?"
„Cuddie, Fräulein Editha? o nein, es ist nicht Cuddie,"schluchzte das treue Kammermädchen, das recht gut wußte,wie viel Schmerz die Nachricht ihrer jungen Gebieterin ver-ursachen mußte. „Ach, du lieber Himmel! Fräulein Editha,es ist der junge Milnwood selbst."
„Der junge Milnwood!" rief Editha bis auf den Toderschrocken; „es ist unmöglich — rein unmöglich! — SeinOheim hält sich zu den vom Gesetz geduldeten Geistlichen, hatnicht die geringste Verbindung mit dem widerspenstigen Volk,und er selbst hat sich nie in diese unselige Spaltung gemischt.Gewiß er ist unschuldig; er müßte denn für irgend ein ver-letztes Recht sich erhoben haben."
„O mein theures Fräulein!" sagte die Dienerin, „heutzu Tage fragt man nicht, was Recht ist, oder Unrecht; wär'er so unschuldig, wie ein neugebornes Kind, sie würden doch,wenn's ihnen einfiele, ein Mittel finden, ihn für schuldig zuerklären; aber Tom Halliday sagt, es könne ihn den Kopfkosten, denn er habe einen von den fünf Männern beherbergt,die den alten Kerl von Erzbischof erschlagen haben "
„Den Kopf!" rief Editha, schnell aufspringend, mit be-bendem Tone, „das kann nicht sein — darf nicht sein. Ichwill mit ihm sprechen — sie sollen ihm nichts Leides zufügen."
„O meine thcure, gnädige Lady, denkt doch an EureMuhme; denkt an die Gefahr und an die Schwierigkeit,"sagte Jenny. „Er ist unter strengem Gewahrsam, bis Ela-
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